Auge an Milchstraße – Selbstliebe einfach

Hast Du Dich auch schonmal gefragt, wie Selbstliebe eigentlich geht?

Es geht ganz einfach… hätte ich früher einmal gesagt… bevor ich herausfand, dass es in Wirklichkeit sauschwer ist… bevor ich herausfand, dass es in Wirklichkeit ganz einfach geht.

Hier meine Erfahrung mit der Selbstliebe und wie es einfach geht:

Schwer ist es, solange wir noch nicht voll erkannt haben, wie wenig wir uns selbst lieben. Oder anders ausgedrückt: wie viel wir an uns noch nicht akzeptiert haben oder richtiggehend doof finden.

Leicht wird es erst dann, wenn wir merken, dass es da gar nicht so viel gibt, was uns an uns selbst gefällt. Es ist eher so, dass wir die fehlende Akzeptanz durch gespieltes “ich bin eigentlich ganz schön cool. Auf jeden Fall aber cooler als mein Nachbar”-sein übertönen. Wenn wir aber merken, dass es da nicht viel gibt, was wir an uns wirklich mögen, beginnt das Abenteuer. Erstmal kommt Panik auf (bei mir war es jedenfalls so).

Und dann beginnt der wirklich schöne Teil. Denn: Wenn Du so wenig an Dir selbst akzeptierst, ist es ziemlich egal, wie wenig Du akzeptierst, sofern Du wenigstens ein kleines Bisschen annimmst, wird es Dir immer unglaublich viel, wertvoll, schön und aufregend vorkommen. Beginne also mit etwas Einfachem: Deinen Augen. Nimm Dir einen großen Spiegel, setz Dich so nah davor, dass Du nur ein Auge von Dir wirklich im Fokus betrachten kannst. Und dann bewundere die Einzigartigkeit Deiner Iris und die Schwärze Deiner Pupille. Lass den Rest des Körpers erstmal weg. Die Nase lädt zu Kritik ein, die Beine zu Resignation. Also erstmal: nur das Auge! Bleib dabei für fünf oder zehn Minuten oder solange bis der Tee gezogen ist. Sieh genau hin. Verlieb Dich in die Tatsache, dass Deine Iris nicht weniger mysteriös ist als die Milchstraße oder das schwarze Loch in ihrem Zentrum. Ist es nicht genau genommen so, dass ein Auge nichts anderes ist als ein schwarzes Loch mit einem Universum voller Mysterien drum herum? Was wäre, wenn die Milchstraße ein Auge ist? Und wo blickt sie hin, die Augen-Milchstraße? Was nimmt sie wohl wahr?

Lass solche und ähnliche Gedanken kommen.

Es sind gute Gedanken. Gedanken, die anzeigen, dass Du beginnst Dich zu lieben. Und bei der Selbstliebe ist es so: ein klitzekleines Bisschen ist immer gut genug.

6 Kommentare werden angezeigt
  • Renate Witt-Frey
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    Eine gute Idee, erstmal mit einem Teil zu beginnen und die Augen sind etwas Besonderes, ein Wunderwerk…danke!

    • Karsten Küstner
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      Genau das. Beginnen wir mit einem kleinen Teil, überfordert uns das Wunder dieser Schöpfung nicht so schnell.

  • Barbara
    Antworten

    Das Lesen Deiner Zeilen, hat bei mir ein feines, beständiges Lächeln ausgelöst. Ich kann gut mit empfinden was du da so liebevoll beschreibst! Ich werde die Übung nachher machen, wenn ich meinen Tee getrunken habe…
    Ich weiß von mir, dass ich meine Augen (und mich) liebe, wenn sie offen, wach, lebendig, strahlend sind. Dann schaue ich mir gerne in die Augen! Ich kenne sie auch trüb, traurig, matt… dann ist das mit der Selbstliebe schon schwerer.

    • Karsten Küstner
      Antworten

      Oh ja. Ich stelle mir vor, wie Du einen Tee trinkst und sich dabei bereits die Augen in der Flüssigkeit spiegeln. Das ist ein wichtiger Kommentar. Nimm wenn die Augen trüb, traurig oder matt erscheinen nochb einen kleineren Ausschnitt. Sieh Dir die Iris genau an. Sieh Dir die feinen Einschlüsse an. Wenn etwas Matt ist, dann liegt es daran, dass da zu viele Juwelen auf einmal sind, die man noch nicht alle klar zuordnen kann. Viel Spaß weiter beim Üben!

  • Brit
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    Ja, Das Auge ist faszinierend. Mal offen, mal geheimnisvoll und doch einfach schön. Mi diesem Körperteil zu beginnen ist eine tolle Idee so ist es Körperteil und zugleich der Blick in die Gefühlswelt. Danke :-).

    • Karsten Küstner
      Antworten

      Genau Brit, das Auge lässt tief blicken und irgendwie ist es unbeschreiblich, was man da entdeckt.

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