Jetzt entsteht etwas Neues

Es ist Freitag Abend, dunkel draußen. Die Leute gegenüber haben im Wohnzimmer einen riesigen Adventskranz aufgehängt. So ein “opulentes Weihnachten” habe ich immer bewundert. So richtig wie bei Hamburger Familien, die so richtig angekommen sind. Inzwischen bin ich dankbar, dass ich dankbar dafür sein kann, was die Nachbarn da gegenüber geschaffen haben. Ich freue mich mit.

Es ist Zeit die Jetzt-Seiten weiterleben zu lassen.

Was mache ich jetzt gerade? Die letzte Woche über habe ich Interviews geführt, da ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, 21 Interviews zum Thema Gefühle und deren Meisterschaft noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Aber das ist, was ich die letzte Woche getan hab und was ich in der Weihnachtszeit tun werden. Was ist jetzt? Ich nehme mir vor, möglichst viele Menschen zu erreichen. Dabei fühle ich so eine innere Blockade. Ich hab das Gefühl, ich bin bei der Nutzung sozialer Medien mindestens zehn Jahre hinterher. Ich fühle also die Blockade, die innere Anspannung, das hin- und hergerissen sein… “Ich müsste doch einfach nur was schreiben”, denke ich. Oder: “Ich sollte doch den Leuten endlich was mitteilen. Aber es soll ja auch gut ankommen.”

Alles darf da sein.

Was ich auch jetzt bemerke, ist, dass ich diese Gedanken vom eigenen Nicht-Genügen, nicht mehr so ernst nehme. Sie dürfen da sein. Und ich fühle das, was ich fühle, ohne dass ich den Gedanken glaube, was sie mir anscheinend zu suggerieren versuchen. Und tatsächlich löst sich die Sache dadurch schon ein wenig. Es gibt wieder Raum im Denken. Und ich weiß, dass es nicht so ist, was wir in die Gedanken und Gefühle hinein interpretieren. Vielmehr entsteht etwas Neues. Und das ist JETZT.

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